Das Museum ist der Ort für die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Traditionen der Stadt Griesheim. Die Beschäftigung beginnt mit ihren frühesten Anfängen und reicht bis in die Gegenwart als bewusster Ausgangspunkt der Betrachtungen. Die Einrichtung und der Betrieb eines Museums in der heutigen Zeit ist sinnvoll und wichtig, da sich Griesheim seit dem Ende des 2. Weltkrieges in einem massiven Umstrukturierungsprozess befindet. Die Stadt wandelt sich von einer landwirtschaftlich geprägten Landgemeinde zu einer Wohnstadt. Dieser Prozess ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass es nur noch wenige Menschen gibt, die sich an das Leben im alten Griesheim erinnern und es noch aktiv mitgestaltet haben.
Am 16. Mai um 17 Uhr, eröffnet der 1. Vorsitzende Georg Funk gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabriele Winter im Schaufenstermuseum die Ausstellung „Aus Omas Kochtopf – Essen ohne Supermarkt". Die von Heike Jakowski und ihrem Team konzipierte Ausstellung spürt der Frage nach, wie unsere Vorfahren ohne Supermarkt überhaupt überleben konnten und woher die Bestandteile für die Mahlzeiten kamen.In Griesheim gehörte ein Grabgarten, seit dem 19. Jh. fast zu jedem Grundstück. Hier wurde nicht nur zum Eigenbedarf „geplenzelt“. Mit Griesheimer Gemüse wurden die Märkte in den umliegenden Großstädten beschickt. Die Ausstellung führt zurück zu alten Küchentechniken, zur Konservierung der Lebensmittel für das gesamte Jahr und deren Haltbarmachung. Die Ausstellung ist bis zum 26. August sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. (Sondertermine für Gruppen können vereinbart werden unter Telefon 25 07 oder 822 854).
Am Samstag (19. Mai,17 Uhr) eröffnet der 1. Vorsitzende, Georg Funk, das Museumsfest. Zum Auftrakt spielen auf dem Jean-Bernard-Platz die Bands Topspinner und Heavy Pleasure im Wechsel.
Am Sonntag (20. Mai) gibt es Musik auf dem Jean-Bernard Platz mit der Magic Sound Big Band und im Museumshof spielt ab 13 Uhr die Georg-Funk-Band vor der Kulturscheune. Alte Handwerkskunst wird ebenfalls präsentiert. So haben sich bereits u. a. eine Seifenmacherin, eine Goldschmiedin, eine Spinnerin und eine Töpferin angesagt, die ihre Kunst den Zuschauern zeigen werden.Für die Kinder dreht sich wieder das Kinderkarussell und die Museumsmäuse bieten an ihrem Stand wieder ein Programm rund um das Museum zum Mitmachen an.
„Von den Anfängen Griesheims“. Historiker Friedrich Stöffler wird in einer Vortragsreihe über seine neuesten Forschungsergebnisse zur Griesheimer Heimatgeschichte berichten. Sein erster Vortrag beschäftigt sich mit den Linearbandkeramikern, den Glockenbecherleuten und stellt das keltische Griesheim dar. Die weiteren Vorträge finden jeweils mittwochs am 29. Februar, 28. März und 25. April, jeweils 19.30 Uhr, im Schaufenstermuseum statt. Der Eintritt ist frei.
Mittwoch, 25. Januar 2012
“Das keltische Griesheim” von den Linearbandkeramikern zu den Sueben Griesheim als Teil des Römischen Reiches - 19.30 Uhr
Mittwoch, 29. Februar 2012
“Das germanische Griesheim” und die Märkerverfassung - 19.30 Uhr
Mittwoch, 28. März 2012
“Das fränkische Griesheim” Die fränkische Gauverfassung - 19.30 Uhr
Mittwoch, 25. April 2012
“Das spätmittelalterliche Griesheim” von den Herren von Dornberg und den Grafen von Katzenelnbogen - 19.30 Uhr